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Teil 1 - Mander von 1959

Auf der Kundgebung von Sigmundskron taucht ein Flugblatt auf, das für Furore sorgt. Es ist der erste öffentliche Auftritt einer neuen Südtiroler Untergrundbewegung. Wenige Woche später gibt sich die Gruppe einen Namen: Befreiungsausschuss Südtirol kurz BAS. Ihr Anführer ist der Frangarter Kaufmann Sepp Kerschbaumer. Von Anfang an mit dabei: Luis Amplatz und Jörg Klotz. Als 1959 das 150jährige Jubiläum des Tiroler Freiheitskampfes zelebriert wird, rüstet der BAS längst für einen neuen Freiheitskampf. Die erste Folge beschreibt den Aufbau des BAS, die Ausbildung der Mitglieder und den Sprengstoff- und Waffenschmuggel aus Österreich. Gezeigt werden aber auch die Differenzen innerhalb der Attentäter. Man streitet nicht nur um die Frage, wie der Kampf zu führen ist, sondern es geht auch um den Führungsanspruch im BAS.

 

Teil 2 - Kerschbaumer bei Kreisky

Am 27. November 1960 reisen drei BAS-Mitglieder nach Wien, zu einer zweistündigen mit dem österreichischen Außenminister Bruno Kreisky. Mit dem Nordtiroler Landesrat Rupert Zechtl, redet in dieser Folge der einzige noch lebende Zeitzeuge. Wenige Wochen nach dem Treffen schlägt der BAS zu. In Waidbruck wird das Reiterstandbild, der so genannte "Alu-Duce", vom Sockel gesprengt, in Glen bei Montan wird die Villa von Ettore Tolomei Ziel eines Anschlages. Die Ermittler suchen von Anfang an eine Verbindung zur Politik. Im Film wird deshalb auch detailliert der Frage nachgegangen: Wer war innerhalb der SVP in die Pläne des BAS eingeweiht? Und was wusste Silvius Magnago?

 

Teil 3 - Feuernacht

Von Anfang an plant der BAS einen großen Schlag, mit dem man die Weltöffentlichkeit auf das Südtirol-Problem aufmerksam machen will. Südtirol produziert den Großteil des elektrischen Stromes für die Industriegebiete um Mailand und Porto Marghera bei Venedig. Diese großen Überlandsstromleitungen sind das Ziel des BAS. Gleichzeitig will man durch den Stromausfall die Hochöfen in den Bozner Stahlwerken zum Erkalten bringen. In der Herz-Jesu-Nacht vom 11. auf den 12. Juni 1962 schlägt der BAS zu. Die dritte Folge zeigt die Planung, die Ausführung und die Folgen der Feuernacht. Obwohl südtirolweit in einer Nacht 43 Hochspannungsmasten fallen, ist die Aktion auch durch Pannen geprägt. Die schrecklichste Panne ereignet sich am Morgen den 12. Juni, als in Salurn der Straßenwärter Giovanni Postal von einer Bombe getötet wird.

 

Teil 4 - Schreie in der Nacht

Knapp einen Monat nach der Feuernacht schlägt der BAS wieder zu. Diesmal sind nicht nur die Hochspannungsmasten in Südtirol Ziel der Anschläge, sondern auch die großen Eisenbahnlinien in Oberitalien. Der Staat schlägt hart zurück. Bei einer Verhaftungswelle Mitte Juli 1961 wandert fast der gesamte Südtiroler BAS hinter Gitter. Die BAS-Leute werden vor der Überstellung ins Gefängnis in den Südtiroler Carabinieri-Kasernen aufs Grausamste gefoltert. Südtiroler BAS-Mitglieder schildern in dieser Folge ihre Verhaftung und die erlittenen Misshandlungen. Der traurige Höhepunkt sind zwei tote Häftlinge. Im Film wird auch der Frage nachgegangen, warum die Politik so lange zu den Misshandlungen geschwiegen hat?

 

Teil 5 - Mailänder Prozess

Im Herbst 1961 führen österreichische Burschenschafter Anschläge in den Bahnhöfen mehrerer italienischer Städte durch. Die Aktion endet in einem totalen Fiasko. Erstmals reden beteiligte Attentäter über diese Anschläge. Zudem beginnt der italienische Geheimdienst nach der Feuernacht den BAS zu infiltrieren. In dieser Folge wird anhand von Dokumenten und Zeitzeugen, die Rolle eines Schulfreundes von Luis Amplatz enthüllt, der als Agent des italienischen Geheimdienstes die Verhaftung des neuen BAS-Chefs Günther Andergassen ermöglicht hat. Von Dezember 1963 bis Juli 1964 steht in Mailand die gesamte Kerschbaumer-Gruppe vor Gericht. Der Prozess wird für die italienische Öffentlichkeit zur Nachilfestunde in Sachen Südtirol.

 

Teil 6 - Der Amplatz MordI

In den frühen Morgenstunden des 6. September 1964 wird in einer Almhütte auf der Brunner Mahder oberhalb Saltaus Luis Amplatz erschossen und Jörg Klotz erheblich verletzt. Der Täter ist der Nordtiroler Gelegenheitsjournalist Christian Kerbler. Kerbler war von der Bozner Quästur als Agent angeworben und mit einer Carabinieri-Dienstpistole ausgestattet worden. Im Film werden anhand bisher kaum bekannter Geheimdienst-Dokumente die wahre Geschichte von Christian Kerbler und die Hintergründe des Mordes an Luis Amplatz nachgestellt. Zu sehen ist ein bisher noch nie ausgestrahltes Zeitdokument, ein Interview, das Christian Kerbler wenige Monate vor der Tat mit Jörg Klotz geführt hat.